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Camping im Herbst: In Kroatien sinken die Preise um 53 Prozent

svgSeptember 20, 2026ReisemagazinChristian S.

Camping im Herbst kann deutlich günstiger sein als im Juli oder August. Besonders groß ist der Unterschied 2026 in Kroatien: Laut einer aktuellen Auswertung von PiNCAMP sinkt der durchschnittliche Übernachtungspreis für eine Familie von 73 auf 35 Euro. Das sind 53 Prozent weniger. Auch an der deutschen Ostsee fallen die Preise nach der Hauptsaison spürbar.

Wer nicht an die Sommerferien gebunden ist oder spontan im September und Oktober verreisen kann, hat damit interessante Sparmöglichkeiten. Eine Woche Kroatien kostet auf Basis der Durchschnittswerte beim Campingplatz rund 266 Euro weniger als in der Hochsaison. In Mecklenburg-Vorpommern beträgt der saisonale Preisunterschied immerhin 24 Prozent.

Camping am Meer – Blick aus dem Zelt auf die Küste
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Außerhalb der Hauptsaison können Campingplätze am Meer deutlich günstiger sein als im Hochsommer.
Bild von nzzang auf Pixabay

Camping im Herbst: In Kroatien halbiert sich der Preis fast

Kroatien fällt in der Auswertung besonders auf. Während eine Familie im Juli und August durchschnittlich 73 Euro pro Nacht bezahlt, sind es außerhalb der Hochsaison nur noch 35 Euro. Der Unterschied beträgt 38 Euro beziehungsweise rund 53 Prozent.

Bei sieben Nächten ergibt sich daraus eine deutliche Differenz:

ReisezeitPreis pro Nacht7 Nächte
Hochsaison73 €511 €
Nebensaison35 €245 €
Ersparnis38 €266 €

Die Daten basieren auf gemeldeten Saisonpreisen der Campingplätze. Es handelt sich nicht um Live-Preise für einen bestimmten Platz oder Reisetermin. Der tatsächliche Preis kann je nach Campingplatz, Standplatzkategorie, Personenanzahl und Extras abweichen.

Der Vergleich zeigt dennoch, wie stark die Saison die Campingpreise in Kroatien beeinflusst. Gerade an der Adriaküste wechseln viele Plätze nach dem Hochsommer in günstigere Preisstufen.

Beim Zaton Holiday Resort bei Zadar beginnt der ausgewiesene Nebensaisonzeitraum für Standplätze 2026 beispielsweise am 5. September. Beim Lopari Camping Resort auf der Insel Lošinj startet er bereits am 1. September.

„Camping im Herbst wird spürbar günstiger. Wer nicht auf die Sommerferien angewiesen ist, kann jetzt deutlich sparen.“

– Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP

So stark sinken die Campingpreise in Europa

Kroatien ist der auffälligste Fall, aber nicht der einzige. Auch in anderen beliebten Urlaubsländern sinkt das Preisniveau außerhalb von Juli und August deutlich.

ReisezielUnterschied zur HochsaisonNebensaisonpreis pro Nacht
Kroatien-53 %35 €
Italien-38 %
Spanien-38 %
Frankreich-36 %29 €
Europa gesamt-29 %35 €
Deutschland-11 %36 €

Europaweit liegt der durchschnittliche Nebensaisonpreis der untersuchten Länder bei 35 Euro pro Nacht. Gegenüber der Hauptsaison entspricht das einem Rückgang von 29 Prozent.

Ein hoher prozentualer Preisrückgang bedeutet allerdings nicht automatisch den niedrigsten Endpreis. Besonders günstig ist im Herbst Frankreich mit durchschnittlich 29 Euro pro Nacht. Schweden folgt mit 31 Euro, Norwegen mit 32 Euro.

Kroatien fällt deshalb vor allem durch den großen Unterschied zwischen Sommer und Nebensaison auf.

Auch Camping an der Ostsee wird im Herbst günstiger

Für günstigere Campingpreise müsst Ihr nicht bis ans Mittelmeer fahren. Auch an Nord- und Ostsee sinken die Preise nach der Hauptsaison.

Deutschlandweit geht der durchschnittliche Preis von 41 Euro in der Hochsaison auf 36 Euro in der Nebensaison zurück. Das entspricht rund elf Prozent.

An der Küste fällt der Unterschied größer aus:

BundeslandPreisunterschiedNebensaisonpreis pro Nacht
Mecklenburg-Vorpommern-24 %33 €
Schleswig-Holstein-20 %31 €
Niedersachsen-12 %34 €
Deutschland gesamt-11 %36 €
Thüringen32 €

Besonders interessant ist Schleswig-Holstein: Mit durchschnittlich 31 Euro pro Nacht ist es in der Nebensaison das günstigste der in der Auswertung genannten deutschen Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 33 Euro, Niedersachsen auf 34 Euro.

Wer im September oder Oktober reisen möchte, sollte die Öffnungs- und Saisonzeiten des gewünschten Campingplatzes prüfen. Nicht alle Anlagen bleiben bis weit in den Herbst geöffnet.

Für Familien lohnt sich zusätzlich ein Blick auf unseren Ferienkalender 2026. Dort findet Ihr die Sommer- und Herbstferien aller Bundesländer auf einen Blick. Gerade die Wochen zwischen den großen Ferienzeiten können für flexible Reisende interessant sein.

Italien bleibt bei Herbstcampern besonders gefragt

Sinkende Preise bedeuten nicht, dass die Campingplätze im Herbst leer sind. Die ausgewerteten Buchungsdaten zeigen, dass sich die Saison bei vielen Campern nach hinten verschiebt.

Unter den erfassten Auslandsbuchungen deutscher Camper für September und Oktober liegt Italien mit einem Anteil von 27 Prozent vorne, gefolgt von Kroatien mit 21 Prozent und Frankreich mit 16 Prozent. Für Italien liegt das Buchungsvolumen 20 Prozent über dem Vorjahreswert.

Auch Bayern fällt auf: Die erfassten Herbstbuchungen liegen dort 76 Prozent über dem Vorjahresstand. Die Zahlen bilden allerdings nur Buchungen des ausgewerteten Portals ab und nicht den gesamten Campingmarkt.

Wer im Oktober nicht zwingend campen möchte und vor allem noch Sonne sucht, findet bei uns außerdem sechs Reiseziele im Oktober, an denen sich der Herbst noch nach Sommer anfühlt.

Wer flexibel reist, kann besonders sparen

Neben dem Reiseziel kann schon eine Verschiebung um wenige Tage einen deutlichen Preisunterschied machen.

Die untersuchten Reisen im September und Oktober dauern im Durchschnitt sechs Tage. Bei Aufenthalten unter sieben Tagen liegen zwischen Buchung und Reisebeginn durchschnittlich rund vier Wochen.

Gerade rund um den Wechsel von August auf September lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Saisonzeiten des gewünschten Platzes. Wer mit Hund campen möchte, sollte zusätzlich prüfen, ob für Vierbeiner eigene Gebühren gelten oder bestimmte Bereiche des Campingplatzes ausgeschlossen sind.

Für flexible Camper ist deshalb nicht nur die Frage wichtig, wo es günstig ist, sondern auch ab welchem Tag der Wunschplatz in eine günstigere Saisonstufe wechselt.

Nicht nur auf den Campingpreis schauen

Ein niedrigerer Übernachtungspreis macht eine längere Reise nicht automatisch günstiger. Zur Gesamtrechnung gehören auch:

  • Kraftstoff
  • Maut
  • mögliche Fährkosten
  • Entfernung zum Urlaubsziel
  • Kurtaxe und weitere Gebühren
  • zusätzliche Personen oder Hunde
  • Strom und andere Extras

Bei Kroatien kann der saisonale Unterschied trotzdem erheblich sein. Rund 266 Euro weniger für sieben Nächte können einen Teil der zusätzlichen Anreisekosten auffangen. Ob sich die Reise tatsächlich lohnt, hängt jedoch vom Startort, Fahrzeug und Verbrauch ab.

Was Ihr bei den Herbstpreisen beachten solltet

Die genannten Preise sind Durchschnittswerte und keine buchbaren Pauschalangebote.

Berechnet wurde der Gesamtpreis pro Nacht für zwei Erwachsene und ein Kind bis zehn Jahre auf einem Standplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen mit Zugfahrzeug. Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt.

Juli und August gelten in der Analyse als Hochsaison. Die Nebensaison umfasst die übrigen Saisonzeiträume der untersuchten Campingplätze.

Vor der Buchung solltet Ihr deshalb immer den Gesamtpreis für Euren konkreten Reisezeitraum prüfen. Besonders interessant können die Tage unmittelbar nach dem Wechsel von der Hoch- in die Nebensaison sein.

Wer bei An- und Abreise etwas Spielraum hat, sollte verschiedene Termine vergleichen. Schon eine Verschiebung um wenige Tage kann mehr bringen als die Suche nach einem komplett anderen Campingplatz.

Für flexible Camper lautet die entscheidende Frage deshalb nicht nur: Wo ist Camping im Herbst günstig? Sondern: Ab welchem Tag wird mein Wunschplatz günstiger?

– CaptainHoliday Redaktion

Datenbasis und Transparenz: Grundlage dieses Beitrags ist eine Sonderauswertung der PiNCAMP Preisanalyse 2026 mit Preisangaben von rund 2.300 Campingplätzen. Die genannten Buchungsanteile stammen aus den bis zum 1. September vorliegenden PiNCAMP-Buchungen deutscher Camper für Reisen im September und Oktober. Einzelne Campingplätze wurden zur Einordnung anhand ihrer veröffentlichten Saisoninformationen ergänzt.

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Christian Schröder

Christian ist Reiseblogger und Gründer von Captain Holiday. Ihr findet bei ihm ehrliche Reisetipps, smarte Buchungshacks und Inspiration für günstige Urlaube, Hotels und Trips weltweit. Sein Ziel: Euch beim Reisen Zeit, Geld und Nerven zu sparen.

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