Viele Deutsche wollen 2026 verreisen, doch die Urlaubskasse wird genauer geplant als früher. Nach der aktuellen norisbank-Sommerumfrage rechnen Urlauberinnen und Urlauber für zusätzliche Ausgaben am Urlaubsort im Schnitt mit 308,37 Euro pro Person. Gemeint sind Kosten, die neben Anreise und Unterkunft anfallen, etwa Restaurantbesuche, Ausflüge, Unterhaltung, Shopping oder Transfers. Die Umfrage wurde im März 2026 von INNOFACT im Auftrag der norisbank durchgeführt und umfasst 1.021 bevölkerungsrepräsentativ befragte Personen ab 18 Jahren.
Für Captainholiday.de ist diese Zahl besonders spannend, weil sie zeigt, wie stark sich Reiseplanung verändert. Viele suchen nicht nur nach günstigen Hotels oder passenden Reisezielen, sondern wollen wissen, was sie vor Ort realistisch einplanen müssen. Genau hier liegt die wichtigste Antwort: Essen und Trinken sind mit 36 Prozent der größte Ausgabenposten im Urlaub, gefolgt von Ausflügen mit 21,5 Prozent und Shopping mit 12,2 Prozent. Wer 2026 verreist, sollte deshalb nicht nur den Reisepreis vergleichen, sondern ein separates Budget für Ausgaben am Urlaubsort einplanen. Die hochgeladene Infografik zeigt diese Aufteilung visuell und eignet sich als redaktionelles Zusatzbild zum Beitrag.
- Deutsche planen 2026 im Schnitt 308,37 Euro pro Person für zusätzliche Ausgaben am Urlaubsort ein.
- Gemeint sind Kosten neben Anreise und Unterkunft, zum Beispiel Essen, Ausflüge, Shopping, Unterhaltung und Transfers.
- Essen und Trinken ist mit 36 Prozent der größte Kostenblock im Urlaub.
- Auf Platz zwei folgen Ausflüge mit 21,5 Prozent, danach Shopping mit 12,2 Prozent.
- Viele Reisende halten an ihrem Urlaub fest, rechnen vor Ort aber bewusster und setzen kleinere Budgets.
- 81,4 Prozent der Befragten planen für Zusatzkosten am Urlaubsort mit höchstens 500 Euro pro Person.
- Besonders stark wächst die Gruppe, die nur 100 bis 200 Euro zusätzlich einplant.
- Für die Reiseplanung lohnt sich ein eigenes Tagesbudget für Verpflegung, Freizeit und spontane Extras.
- Oft unterschätzt werden kleine laufende Kosten wie Snacks, Getränke, Eis, Trinkgeld, lokale Transfers oder Eintrittskarten.
- Wichtigste Empfehlung: Reisepreis und Vor-Ort-Budget getrennt kalkulieren, damit die Urlaubskasse nicht überraschend schnell leer wird.
Was die Urlaubsausgaben 2026 über das Reiseverhalten zeigen
Die Urlaubsausgaben 2026 zeigen vor allem eines: Die Reise selbst bleibt vielen wichtig, aber am Zielort wird vorsichtiger entschieden. Laut norisbank planen 81,4 Prozent der Befragten für Restaurantbesuche, Ausflüge, Unterhaltung und spontane Extras mit bis zu 500 Euro pro Person. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 64,6 Prozent. Das ist ein deutlicher Anstieg um 16,8 Prozentpunkte und ein Hinweis darauf, dass kleinere bis mittlere Budgets häufiger werden. Besonders stark vertreten ist die Gruppe, die zwischen 200 und 500 Euro pro Person einplant. Sie macht 40,3 Prozent der Urlauberinnen und Urlauber aus.
Auch die unteren Budgetklassen wachsen. Der Anteil derjenigen, die mit 100 bis 200 Euro rechnen, stieg von 20,4 auf 30,4 Prozent. Bei höchstens 100 Euro erhöhte sich der Anteil von 6,6 auf 10,7 Prozent. Gleichzeitig planen nur noch 8,8 Prozent mit 500 bis 750 Euro, nachdem es 2025 noch 15,6 Prozent waren. Daraus lässt sich ableiten: Viele wollen sich den Urlaub nicht nehmen lassen, aber sie setzen vor Ort engere Grenzen. Für Eure Reiseplanung heißt das, dass ein scheinbar günstiger Urlaub schnell teurer wirkt, wenn Essen, Eintritte, Ausflüge und Mobilität nicht vorher mitgedacht werden.
Essen und Trinken sind der größte Kostenblock im Urlaub
Mit 36 Prozent steht Essen und Trinken klar an erster Stelle der zusätzlichen Urlaubsausgaben. Das überrascht kaum, denn Verpflegung entsteht im Urlaub täglich und oft in mehreren kleinen Zahlungen. Ein Frühstück außerhalb der Unterkunft, ein Mittagessen am Strand, Snacks unterwegs und ein Abendessen im Restaurant summieren sich schnell. Selbst wer ein Hotel mit Frühstück gebucht hat, zahlt vor Ort häufig für Getränke, Eis, Kaffee, regionale Spezialitäten oder kleine Pausen zwischendurch. Gerade Familien merken diesen Effekt besonders deutlich, weil sich jeder einzelne Betrag mit der Zahl der Reisenden vervielfacht.
Für die Budgetplanung ist deshalb sinnvoll, Essen und Trinken nicht als Nebenposten zu behandeln. Wer pro Tag einen festen Rahmen setzt, kann entspannter entscheiden und vermeidet böse Überraschungen am Ende der Reise. Bei Städtereisen fallen Restaurantbesuche oft stärker ins Gewicht, während bei Ferienwohnungen der Supermarkteinkauf einen Teil der Kosten abfedern kann. In klassischen Urlaubsregionen können Getränke, Strandbars und touristische Lagen die Ausgaben deutlich erhöhen. Eine einfache Faustregel hilft: Plant pro Person und Reisetag einen Betrag ein, der zu Eurem Reisestil passt, und rechnet für spontane Genussmomente einen kleinen Puffer hinzu. So bleibt Urlaub angenehm, ohne dass jede Rechnung zum Stimmungskiller wird.
„Bei den Urlaubsausgaben wird Essen oft unterschätzt, weil es selten als großer Einzelbetrag erscheint. Gerade die vielen kleinen Zahlungen machen am Ende den Unterschied.“
Ausflüge, Unterhaltung und Shopping: So verteilt sich das Budget vor Ort
Ausflüge sind mit 21,5 Prozent der zweitgrößte Ausgabenposten. Dazu zählen organisierte Touren, Bootsausflüge, Stadtführungen, Nationalparks, Freizeitparks oder Eintrittskarten für besondere Sehenswürdigkeiten. Diese Kosten entstehen meist nicht täglich, sind aber pro Anlass oft höher als ein Restaurantbesuch. Wer mehrere Highlights in einer Woche plant, kann schnell einen großen Teil des Vor-Ort-Budgets verbrauchen. Besonders bei beliebten Reisezielen lohnt sich ein Blick auf Preise vor der Abreise, weil Online-Tickets, Kombitickets oder Zeitfensterbuchungen manchmal günstiger sind. Wichtig ist aber, nicht nur den Ticketpreis zu sehen, sondern auch Transfers, Verpflegung unterwegs und eventuelle Zusatzkosten einzurechnen.
Shopping liegt mit 12,2 Prozent auf Platz drei. Gemeint sind Souvenirs, Kleidung, lokale Produkte oder kleine Urlaubsmitbringsel. Danach folgen Unterhaltungsangebote wie Kino, Museen oder ähnliche Freizeitangebote mit 8,8 Prozent. Sportliche Aktivitäten erreichen 6 Prozent, Party und Nightlife 5,4 Prozent, Souvenirs 4,6 Prozent und Transfer, Mietwagen oder Taxi 4,3 Prozent. Sonstiges macht 1,1 Prozent aus. Die Verteilung zeigt, dass Urlaubsausgaben selten an einem einzigen Punkt hängen. Sie entstehen aus vielen Entscheidungen vor Ort, und genau deshalb hilft eine klare Budgetstruktur.
| Ausgabenposten im Urlaub 2026 | Anteil laut Infografik | Einordnung für Eure Reiseplanung |
|---|---|---|
| Essen und Trinken | 36 % | Größter laufender Kostenblock, besonders bei Restaurantbesuchen |
| Ausflüge | 21,5 % | Wichtig für Erlebnisse, oft mit höheren Einzelbeträgen |
| Shopping | 12,2 % | Häufig spontan, daher gut mit Obergrenze planbar |
| Unterhaltung | 8,8 % | Eintritt, Kultur, Freizeitangebote und Aktivitäten |
| Sportliche Aktivitäten | 6 % | Relevant bei Aktivurlaub, Wassersport oder Kursen |
| Party und Nightlife | 5,4 % | Vor allem bei Städtereisen und Strandzielen relevant |
| Souvenirs | 4,6 % | Kleine Beträge, die sich bei mehreren Mitbringseln addieren |
| Transfer, Mietwagen und Taxi | 4,3 % | Wird oft vergessen, kann je nach Ziel stark schwanken |
| Sonstiges | 1,1 % | Puffer für nicht planbare Ausgaben |
Wie Ihr Euer Urlaubsbudget 2026 realistischer plant
Eine realistische Planung beginnt mit der Trennung zwischen Reisepreis und Ausgaben am Urlaubsort. Der Reisepreis umfasst meist Unterkunft, Anreise und eventuell Verpflegung. Vor Ort kommen aber viele Kosten hinzu, die in der Buchungsübersicht nicht auftauchen. Dazu gehören Strandliegen, lokale Verkehrsmittel, Trinkgeld, Eintrittskarten, Ausflüge, Snacks, Getränke, Souvenirs oder spontane Taxifahrten. Wer diese Posten erst während der Reise wahrnimmt, hat weniger Kontrolle über das Gesamtbudget. Sinnvoller ist ein eigenes Tagesbudget, das Ihr vorab auf die Reisedauer verteilt.
Praktisch ist eine einfache Drei-Topf-Methode. Der erste Topf deckt tägliche Grundausgaben wie Essen, Getränke und Mobilität. Der zweite Topf ist für geplante Erlebnisse wie Ausflüge, Museen oder Touren reserviert. Der dritte Topf bleibt für spontane Extras, damit Urlaub nicht zu streng durchkalkuliert wirkt. Bei einer Woche Urlaub und einem geplanten Zusatzbudget von 300 Euro pro Person wären das beispielsweise rund 43 Euro pro Tag. Ihr könnt diesen Betrag anders aufteilen, wenn an einem Tag ein großer Ausflug ansteht und am nächsten Tag Strand oder Pool geplant ist.
Diese Punkte helfen beim Planen:
- Prüft vor der Reise typische Restaurantpreise am Zielort.
- Legt für Ausflüge eine feste Obergrenze fest.
- Plant kleine Barreserven für Märkte, Trinkgeld oder lokale Gebühren ein.
- Vergesst Transfers vom Flughafen oder Bahnhof nicht.
- Rechnet bei Kindern eigene Snack-, Eis- und Eintrittskosten ein.
- Nutzt eine Notiz-App oder Banking-App, um Ausgaben unterwegs zu prüfen.
Warum kleinere Budgets 2026 häufiger werden
Die Entwicklung der Budgetklassen passt zu weiteren Ergebnissen der norisbank-Sommerumfrage. Laut einer früheren Meldung zur gleichen Befragung planen 64 Prozent der Deutschen 2026 eine längere Urlaubsreise von mindestens sieben Tagen. Gleichzeitig geben 28,8 Prozent an, dass ihnen für den Urlaub weniger Geld zur Verfügung steht als im Vorjahr. 2019 lag dieser Anteil noch bei 13,1 Prozent. Der Wunsch zu verreisen ist also weiterhin da, doch der finanzielle Spielraum ist für viele kleiner geworden.
Das erklärt, warum viele Reisende vor Ort genauer rechnen. Wer die Reise bereits bezahlt hat, möchte sie meist nicht absagen, passt aber den Alltag am Urlaubsort an. Dann wird aus dem teuren Restaurant vielleicht ein Picknick, aus der geführten Tour ein selbst geplanter Ausflug mit öffentlichem Verkehr. Diese Entscheidungen müssen den Urlaub nicht schlechter machen. Im Gegenteil: Wer vorher weiß, wo das Geld wahrscheinlich hingeht, kann bewusster auswählen. Teuer wird Urlaub vor allem dann, wenn jede Ausgabe ungeplant kommt und am Ende das Gefühl bleibt, ständig nachgezahlt zu haben.
„Ein gutes Urlaubsbudget nimmt dem Urlaub nicht die Leichtigkeit. Es sorgt dafür, dass Ihr bei den schönen Dingen schneller entscheiden könnt, weil der finanzielle Rahmen klar ist.“
FAQ zu Urlaubsausgaben 2026
Wie viel Geld planen Deutsche 2026 für Ausgaben am Urlaubsort ein?
Für Restaurantbesuche, Ausflüge, Unterhaltung und spontane Extras planen die Deutschen 2026 im Schnitt 308,37 Euro pro Person ein. 81,4 Prozent rechnen mit bis zu 500 Euro pro Person. Diese Werte beziehen sich auf zusätzliche Ausgaben am Urlaubsort und nicht auf Anreise oder Unterkunft.
Wofür geben Deutsche im Urlaub 2026 am meisten Geld aus?
Der größte Posten ist Essen und Trinken mit 36 Prozent. Danach folgen Ausflüge mit 21,5 Prozent und Shopping mit 12,2 Prozent. Unterhaltung, Sport, Nightlife, Souvenirs und Transfers liegen deutlich darunter.
Warum steigen kleinere Urlaubsbudgets 2026 an?
Viele Reisende halten an ihrer Reise fest, planen aber vor Ort vorsichtiger. Der Anteil der Befragten mit bis zu 500 Euro Zusatzbudget ist gegenüber 2025 deutlich gestiegen. Gleichzeitig geben mehr Menschen an, dass ihnen für Urlaub weniger Geld zur Verfügung steht als im Vorjahr.
Wie können Familien ihre Urlaubsausgaben besser kontrollieren?
Familien sollten Essen, Ausflüge und Eintrittspreise vorab getrennt kalkulieren. Besonders Snacks, Getränke, Eis und spontane Freizeitangebote fallen bei mehreren Personen stärker ins Gewicht. Ein Tagesbudget plus ein kleiner Puffer für Extras ist meist realistischer als eine einzige Gesamtsumme.
Welche Urlaubsausgaben werden oft vergessen?
Häufig unterschätzt werden lokale Transfers, Trinkgeld, Strandliegen, Parkgebühren, Gepäckaufbewahrung, kleine Barzahlungen und Kosten für spontane Aktivitäten. Gerade Mietwagen, Taxi oder Transfers wirken einzeln überschaubar, können aber je nach Reiseziel spürbar ins Budget fallen.
Titlebild: norisbank GmbH (Presseportal)







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